Schnitzereien und Schmuck der Wikingerzeit

Silberschmuck

Bei der Vielzahl an wikingerzeitlichen Schmuckstücken, die man auf Märkten zu sehen bekommt, wiederholte sich in meinen Augen vieles, während ich gleichzeitig bestimmte Anhänger vermisste. Da die Fertigkeit des Schnitzens auch das Herstellen von Modellen für Schmuck ermöglicht, habe ich angefangen, meine eigene Schmuckkollektion aufzubauen. Für den hier zu sehenden Schmuck habe ich nach eigenen Entwürfen Modelle geformt. Bei diesen Anhängern handelt es sich teilweise um Reproduktionen von Fundstücken, teilweise um eigene Kreationen, die aber auf wikingerzeitlichen Motiven und Formen basieren. Meine Modelle werden in Deutschland in 925er Silber gegossen und anschließend von mir nachgearbeitet.

Die Wikingerzeit verfügt – vor allem ab dem 10. Jh. – über einen großen Reichtum an verschiedensten Amuletten. Neben den heute vermutlich bekanntesten Amuletten, den Thorshämmern, gab es etwa Miniaturwaffen, figürliche Darstellungen von Tieren und Menschen und weitere Miniaturen unterschiedlicher Objekte, u.a. Throne, Räder oder Feuerschläger. Diese Anhänger waren für den Träger nicht bloß  zierender Schmuck, sondern ein persönlicher, symbolträchtiger Ausdruck von Glaube und Magie.






Masken sind ein häufiges Motiv in der Wikingerzeit und finden sich auf Runensteinen ebenso wie auf Objekten aus Metall oder Geweih. Was oder wen sie eigentlich darstellen, ist heute ungewiss -  ob einen Gott, Troll oder Mensch. Diese Maske stammt von einem Bildstein aus Västra Strö, Schonen (Se).


Länge: 31 mm






Dieser Anhänger ist nach einem wikingerzeitlichen Fibeltyp (Brosche) gefertigt, der in Skandinavien von der Mitte des 9. bis zur Mitte des 10. Jhs. verbreitet war und dem Borrestil entspricht. Meistens tragen diese Fibeln an den vier Ecken Tierköpfe, in diesem Fall aber sind es stilisierte Pflanzenblätter, wie bei einem Fund aus Tissø (Dk).


Länge: 26 mm





Kreuzanhänger nach einem Fund aus Bonderup (Dk). Diese wikingerzeitliche Ausführung des chrsitlichen Symbols ist mit stilisierten Pflanzenranken geschmückt, wie sie im 11. Jahrhundert für den Urnesstil typisch sind.


Länge: 36 mm





Radanhänger, nach einem Fund aus Furreby (Dk). Räder finden sich in vielen Kulturen als Symbol mit unterschiedlichsten Bedeutungen wieder: als Zeichen der Sonne, des sich wiederholenden Lebenszyklus oder - in seiner Funktion als Teil eines Wagens - als Ausdruck einer  Reise.


Durchmesser: 24 m



Dieser Anhänger ist nach einem Vorbild aus Haithabu gefertigt.

Durchmesser: 25 mm





Anhänger im Urnes-Stil. Inspieriert von den sog. Urnesfibeln des 11. Jahrhunderts.


Länge: 34 mm





Thorshammer. Thorshammer-Anhänger wurden vor allem aus Eisen hergestelllt, in selteneren Fällen aus Bronze, Silber oder Bernstein. Sie finden sich im Norden von den Britischen Inseln über Skandinavien bis nach Russland hinein. Dieser kleine Thorshammer ist von einem Fund von Pålstorp, Schonen (Se) inspiriert.


Länge: 23 mm



Miniaturwaffen

Miniaturwaffen sind unter den wikingerzeitlichen Amuletten eine große Gruppe, die vor allem aus Südskandinavien bekannt ist. Sie werden teilweise als Attribute und Würdezeichen des Gottes Odin gesehen, aber auch allgemein als Schutzbringer, die den Träger vor Gefahren schützen sollen, gegen die echte Waffen nicht helfen.


Speerspitzenanhänger. Der Speer wird als Attribut oft in Verbindung mit Odin und seinem Speer Gungnir gebracht. Zudem hatte der Speer auch verschiedene zeremonielle Funktionen.


Gesamtlänge: 50 mm










Miniatur einer Bartaxt, mit punziertem Muster an der Schneide. Solche Bartäxte mit abgesetztem Hammerkopf finden sich häufig in der Vendel- und Wikingerzeit.


Länge: 31 mm



Miniatur einer Franziska. Die Franziska war eine Wurfaxt, die in der Merowingerzeit zum Einsatz kam. Charakteristisch ist die S-förmig geschwungene Oberkante.


Länge: 24 mm